🥩 Dosenfutter-Check: Wie viel darf’s sein und was steckt wirklich drin?

Wer schon mal vor einer Futterdose stand und nur Bahnhof verstanden hat, ist nicht allein. Wie viele Gramm braucht deine Katze pro Tag, vor allem wenn sie Gewicht verlieren oder halten soll? Und wie viele Kohlenhydrate (NfE) stecken im Futter, obwohl dieser Wert fast nie auf dem Etikett steht?

Genau dafür ist dieses Tool gedacht. Es errechnet den Energiebedarf deiner Katze aus Gewicht, Aktivität und Wunschgewicht und macht daraus eine konkrete Tagesportion in Gramm. Außerdem rechnet es die Angaben deines Futters auf die Trockensubstanz (i.Tr.) um, ordnet den Kohlenhydratanteil ein und kontrolliert, ob das Verhältnis von Calcium zu Phosphor passt.

💡 So funktioniert’s

1. Deine Katze eingeben
Gib das aktuelle Gewicht ein und wähle den Körperzustand aus. Ist deine Katze zu dick oder zu dünn, kannst du zusätzlich ein Zielgewicht festlegen. Die Portion wird dann so berechnet, dass sie sich schrittweise dorthin bewegt. Dazu kommen noch Kastrationsstatus und Aktivitätslevel.

2. Werte vom Etikett übertragen
Schau auf die Dose oder den Beutel und gib die „analytischen Bestandteile“ ein: Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und Feuchtigkeit, jeweils in Prozent. Stehen dort auch Calcium und Phosphor, kannst du sie freiwillig mit eintragen.

3. Ergebnis ansehen
Ein Klick auf den Auswerten-Button genügt. Du bekommst direkt die empfohlene Tagesmenge in Gramm, dazu eine übersichtliche Aufschlüsselung der Nährstoffe in der Trockensubstanz, eine Ampelbewertung für den Kohlenhydratgehalt und das Ergebnis des Calcium-Phosphor-Checks.

💡 So rechnet das Tool: die Grundlagen

Warum Trockensubstanz (i.Tr.)?
Nassfutter enthält oft bis zu 85 % Wasser. Wer zwei Dosen fair vergleichen will, muss den Wasseranteil deshalb herausrechnen. Erst dann sieht man, wie viel Protein, Fett und Kohlenhydrate wirklich im Futter stecken.

  • Trockensubstanz (i.Tr.): Sie ergibt sich aus 100 % minus Feuchtigkeit (%). Alle Nährstoffwerte werden auf diesen Rest bezogen. So lassen sich Futtersorten vergleichen, egal wie nass oder trocken sie sind.

  • Kohlenhydrate (NfE, stickstofffreie Extraktstoffe): Katzen sind obligate Fleischfresser und brauchen keine nennenswerten Mengen an Kohlenhydraten. Auf dem Etikett steht der NfE-Wert fast nie, er lässt sich aber über die Differenzmethode ausrechnen:
    NfE (%) = 100 − (Rohprotein + Rohfett + Rohfaser + Rohasche + Feuchtigkeit)
    Als Faustregel gelten für eine katzengerechte Ernährung unter 10 % in der Trockensubstanz als günstig.

  • Energiegehalt des Futters (umsetzbare Energie, ME): Die kcal werden mit den modifizierten Atwater-Faktoren geschätzt: 3,5 kcal/g Protein, 8,5 kcal/g Fett und 3,5 kcal/g NfE. Diese Faktoren entsprechen den Angaben der FEDIAF.

  • Energiebedarf deiner Katze: Den Erhaltungsbedarf schätzt das Tool nach den FEDIAF-Richtwerten: etwa 75 kcal pro kg Körpergewicht hoch 0,67 bei kastrierten Katzen und etwa 100 bei unkastrierten, grob angepasst an das Aktivitätslevel. Beim Abnehmen rechnet es mit 80 % des Ruheenergiebedarfs (70 × kg hoch 0,75) für das Zielgewicht. Beim Zunehmen kommt ein Zuschlag von 20 % dazu, das ist ein Schätzwert.

  • Calcium-Phosphor-Verhältnis: Für erwachsene Katzen nennt die FEDIAF einen Rahmen von 1 : 1 bis 2 : 1. Viele Beratungen peilen etwa 1,1 bis 1,5 : 1 an. Der Rechner zeigt dir das Ergebnis als Ampel.

Bitte beachten: Orientierung, keine Beratung
Der Rechner ist ein Hilfsmittel, mit dem du dein Fertigfutter erstmal einschätzen kannst. Eine individuelle Ernährungsberatung oder eine tierärztliche Diagnose ersetzt er nicht.
Jede Katze ist anders. Alter, Aktivität, Kastration, Rasse und Vorerkrankungen (zum Beispiel CNI, Diabetes oder Unverträglichkeiten) können den Bedarf deutlich verändern. Wenn deine Katze abnehmen soll, lass das bitte tierärztlich begleiten. Wie du deine Katze am Ende fütterst, entscheidest allein du.

Wer steckt dahinter?
Hi, ich bin Laura von focus feline. Als Katzenernährungsberaterin begleite ich dich dabei, deine Katze entspannt, sachlich und ohne Panikmache zu ernähren, egal ob mit Nassfutter, BARF, selbst Gekochtem oder einer Mischung.
Mir ist wichtig, dass du verständliches und fundiertes Wissen bekommst. Futterdeklarationen verwirren oft und verbergen, wie viele Kohlenhydrate tatsächlich im Napf landen. Mit diesem Rechner kannst du die Zusammensetzung selbst durchschauen und das Futter einschätzen, ganz ohne Mathe-Frust.
Als fachliche Basis dienen die Fütterungsempfehlungen der FEDIAF (European Pet Food Industry Federation).

Katzenprofil & Körperzustand

Gib die Daten deiner erwachsenen Katze ein, um den individuellen Energiebedarf zu berechnen.

Körperzustand & Ernährungsziel
Die Futtermenge wird auf das Zielgewicht abgestimmt. Das Zielgewicht legst du am besten gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis fest.